Profil
Die Schwerpunkte dieser Ausbildungsrichtung liegen im künstlerisch-kreativen Bereich. Durch ihren hohen Anteil an praktischer und praxisnaher Ausbildung bietet die FOS-Gestaltung vielfältige
Möglichkeiten, sich gestalterisch weiterzuentwickeln. Dabei ist ein hohes Maß an Eigeninitiative gefragt, aber auch die Bereitschaft zu Teamarbeit sowie Neugier und Offenheit, sich auf verschiedene Gestaltungsbereiche aus Kunst und Design einzulassen. Hierbei bietet insbesonders das Fachpraktikum der Ausbildungsrichtung Gestaltung der Lothar-von-Faber-Schule eine große Bandbreite an künstlerischen, handwerklichen und medientechnischen Ausbildungsangeboten.
Gestaltung: Aktionen
Chemnitz 2025
Im Zeitraffer: Wir waren in Chemnitz dabei! „überbrücken“ - kooperatives Kunstprojekt in der Kulturhauptstadt!
Die Bilder sprechen für sich. Dieses Highlight aus dem Jahr 2025 wird uns lange in Erinnerung bleiben. Wir freuen uns auf weitere Projekte.
Zulassungsvoraussetzungen für Ihre Ausbildungsrichtung
Allgemeine Eignungsvoraussetzungen für den Bildungsgang der FOS in der 11. Klasse:
- Mittlerer Schulabschluss mit einem Notendurchschnitt von 3,5
in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik* oder - Erlaubnis zum Vorrücken in die 11. Klasse des Gymnasiums oder
- erfolgreicher Besuch der Vorklasse
*) Falls in einem dieser Fächer keine Note vorliegt, muss eine Eignungsprüfung in allen drei Fächern abgelegt werden.
Rechtliche Grundlagen
Weitere Informationen zu Anmeldung und Angeboten an der FOS
Probezeit
Die endgültige Aufnahme ist abhängig vom Bestehen der Probezeit. Die Probezeit dauert in der Jahrgangsstufe 11 der Fachoberschule bis zum Ende des ersten Schulhalbjahres. In allen übrigen Fällen dauert die Probezeit bis zum 15. Dezember.
Aufnahme in die 13. Jahrgangsstufe
Gemäß § 5 Abs. 4 FOBOSO kann in die Jahrgangsstufe 13 der Fachoberschule aufgenommen werden, wer im Zeugnis der Fachhochschulreife eine Durchschnittsnote von mindestens 3,0 (gilt ab dem Schuljahr 2016/17) nachweisen kann.
Besonderheiten bei der Zulassung in der Ausbildungrichtung Gestaltung
Passt die Ausbildungsrichtung zu mir?
Freude am Gestalten, Interesse an Kunst und Design, Phantasie, gute Ideen und Ausdauer sind Voraussetzungen, um erfolgreich den Weg über die FOS-Gestaltung einschlagen zu können, verbunden mit dem Ziel, später in einem kreativen Beruf arbeiten zu wollen. Gewisse zeichnerische und malerische Fertigkeiten werden ebenfalls vorausgesetzt, ohne dass bereits Perfektion erwartet wird.
Aufnahmeprüfung
Ihre Begabung müssen Sie in einer Aufnahmeprüfung nachweisen. Diese unterteilt sich in zwei Teile. Im ersten Prüfungsteil geht es um gegenständliches Zeichnen nach der sichtbaren Wirklichkeit.
In Teil 2 entwerfen Sie ein Bild zu einem gegebenen Thema, das Ihre Vorstellungskraft anregt.
Die Vorlage einer Bewerbungsmappe ist an der FOS-Gestaltung nicht notwendig.
Perspektiven nach dem Abschluss
Nach bestandener Abschlussprüfung der 12. Klasse erhalten Sie die allgemeine Fachhochschulreife. Diese berechtigt zum Studium an allen Fachhochschulen Deutschlands (Hochschulen für angewandte Wissenschaften), soweit der Studiengang keiner Zulassungsbeschränkung unterliegt.
Für gestalterische Studiengänge (z.B. Kommunikationsdesign, Produktdesign, Architektur etc.), für die meist zusätzlich eine Mappenbewerbung oder Aufnahmeprüfung notwendig ist, bietet die FOS-Gestaltung durch ihre Berufs- und Praxisnähe gute Vorbereitungsmöglichkeiten.
Der Besuch der 13. Klasse führt zur fachgebundenen Hochschulreife. Die fachgebundene Hochschulreife berechtigt zum Studium einschlägiger Studiengänge an Universitäten.
Weitere Informationen: Weitere Informationen zum Studium nach Abschluss der FOS
Die allgemeine Hochschulreife erhalten Sie nach Bestehen der 13. Klasse bei entsprechendem Nachweis einer zweiten Fremdsprache.
Unterricht
Die Ausbildungsrichtung Gestaltung spricht alle Schülerinnen und Schüler an, die ein Interesse an Kunst haben, Freude an künstlerischer Gestaltung empfinden und kreativ sind. Der Schwerpunkt dieser Ausbildungsrichtung liegt im künstlerisch-kreativen Bereich. Die Profilfächer umfassen Gestaltung Praxis, Gestaltung Theorie und Medien. In diesen Fächern erwerben die Schülerinnen und Schüler umfassende Fähigkeiten, die ihnen den Zugang zu verschiedenen Studiengängen ermöglichen: Design, Kunst, Architektur, Werbung und Neue Medien sowie interdisziplinäre Studiengänge wie Industriedesign oder Medientechnik. Dank der fundierten Grundausbildung eröffnen sich zudem gute Berufschancen in vielen anderen kunsthandwerklichen, kreativen und gestalterischen Bereichen. Für die Wahl dieser Ausbildungsrichtung sind keine speziellen theoretischen Vorkenntnisse erforderlich.
Durch die fachpraktische Ausbildung erhalten die Schülerinnen und Schüler weitere vertiefte Einblicke.
Weitere Informationen zur Ausbildungsrichtung finden Sie auf den Internetangebot Berufliche Oberschule Bayern.
Bildergalerie
In unseren Bildergalerien erhalten Sie einen Eindruck von kreativen Projekten und praktischen Arbeiten unserer Schülerinnen und Schüler. Die Aufnahmen zeigen Ergebnisse aus dem Unterricht sowie aus dem innerschulischen Praktikum und verdeutlichen die Vielfalt der Ausbildungsinhalte.
FAQ
Die digitalen Werkzeuge sind heute selbstverständlicher Bestandteil der Medienproduktion. An der FOS Gestaltung gibt es das Fach Medien, das in allen Jahrgangsstufen Teil des Lehrplans ist. In der 11. Klasse liegt der Schwerpunkt bei Beschäftigung mit ‚fotografischen Techniken’. In der 12. Jahrgangsstufe wird das Thema ‚Layout’ behandelt, in der 13. beschäftigen wir uns mit ‚Film’.
In den innerschulischen Werkstätten an der Lothar-von-Faber-Schule, die in der 11. Klasse durchlaufen werden, unterrichten Profis, die auch in diesen Feldern beruflich arbeiten, die Bereiche „Digitale Grafik“, „Fotografie“ und „Film“.
Das Zeichnen von Objekten nach der sichtbaren Wirklichkeit lässt sich üben. Durch das kontinuierliche Zeichnen von Dingen Ihrer unmittelbaren Umgebung können Sie das genaue Beobachten trainieren und nach und nach mehr Sicherheit im gegenständlichen Zeichnen gewinnen.
Dazu im Folgenden einige empfohlene Übungen und Tipps:
Suchen Sie sich zum Zeichnen kleinere Objekte, von unterschiedlicher Form und Materialität. Interessante Studienobjekte stellen beispielsweise Streichholzschachteln (auch geöffnet), Wäscheklammern, Bleistifte, Kugelschreiber, Ihr Federmäppchen, kleinere Gefäße, Obst, Gemüse, Kekse, einfache Werkzeuge, Zweige, Steine und andere kleiner Fundstücke aus der Natur dar.
Zeichnen Sie nicht nur Einzelobjekte, sondern auch Objektgruppen, z.B. mehrere Streichholzschachteln, mehrere Äpfel oder einen Apfel, den Sie mit einem kleinen Haushaltsmesser, das dann ebenfalls mitgezeichnet wird, in kleinere Stücke zerteilen.
Achten Sie beim Zeichnen auf richtige Größen und Größenverhältnisse, auf Räumlichkeit, auf plastische Wirkung und auf Oberflächenbeschaffenheit!
Übungen zum Arbeiten aus der Vorstellung:
Malen oder zeichnen Sie aus der Vorstellung, z.B. Ihr Zimmer, Blick aus dem Fenster oder eine Landschaft in Erinnerung an eine zurückliegende Urlaubsreise. Versuchen Sie sich auch an einfacheren Darstellungen von Personen, z.B. die Bäckereiverkäuferin bei der Sie manchmal Ihre Brötchen oder ein Stück Kuchen einkaufen o.ä.
Für Bewerber*innen, die die Aufnahmeprüfung aus triftigen Gründen verpasst haben, gibt es zu einem späteren Zeitpunkt im Schuljahr einen Nachtermin.
Die Aufnahmeprüfung gliedert sich in zwei Teile von jeweils zwei Zeitstunden. Im ersten Prüfungsteil geht es um das gegenständliche Zeichnen nach der sichtbaren Wirklichkeit. Im zweiten Teil sollen Sie sich mit einem gegebenen Thema, das Ihr Vorstellungsvermögen anregt auseinandersetzen und hierzu eine Bildgestaltung entwickeln. Auf der Homepage der Lothar-von-Faber-Schule finden Sie im Bereich der Ausbildungsrichtung Gestaltung ein Beispiel einer Angabe für eine Aufnahmeprüfung.
Mit der Anmeldung an unserer Schule ist Ihnen ein Schulplatz sicher. Falls Sie die Aufnahmeprüfung nicht bestehen sollten, können Sie sich für eine andere Ausbildungsrichtung ummelden. Befindet sich eine FOS, die diese Ausbildungsrichtung anbietet näher an Ihrem Wohnort, können Sie sich dort auch nach dem offiziellen Anmeldezeitraum noch anmelden. Ein Nicht-Bestehen der Aufnahmeprüfung Gestaltung steht also einem Besuch einer FOS nicht im Wege.
Gewisse zeichnerische oder auch maltechnische Fertigkeiten werden vorausgesetzt, ohne dass bereits Perfektion von Ihnen erwartet würde. Insbesondere sollten Sie sich auch schon des Öfteren mit dem Zeichnen nach der sichtbaren Wirklichkeit beschäftigt haben, da dies eine wichtige Grundlage für jede Art von bildhafter Gestaltung ist.
Die folgenden Materialien sollten Sie zur Prüfung dabeihaben:
- Bleistifte (weich, mittel, hart) *
- Spitzer mit Auffangbehälter
- Radiergummi
- Zeichenblock DIN A3 (nicht zu dünnes weißes Papier)
- Farben (Deckfarben oder Aquarellfarben) **
- Pinsel (z.B. Nr. 6 und Nr. 10)
- Wasserbehälter (Plastikbecher)
* Für den ersten Prüfungsteil empfiehlt sich die Beschränkung auf eine Bleistiftzeichnung. Von Zeichenkohle oder Kreide raten wir dringend ab.
**Wenn Sie bisher wenig Erfahrung mit Deck- oder Aquarellfarbe haben, können Sie alternativ auch mit Buntstiften (Holzfarbstiften) zeichnen. Acryl- oder Ölfarben sind für die Aufnahmeprüfung nicht zugelassen. Wenn Sie damit bereits Erfahrung gesammelt haben, können für das farbige Gestalten auch Marker (Filzmarker) eingesetzt werden. Von Farbkreiden raten wir ab.
Für den Unterricht in den Gestaltungsfächern benötigen Sie eine solide Grundausstattung an Zeichen- und Malmaterialien. Zum Unterrichtsbeginn sollten Sie sich einen eigenen Block zulegen (DIN A3) sowie ein Skizzenbuch oder Skizzenheft im Format DIN- A4. Auch eine Auswahl an Stiften (Bleistifte, Buntstifte etc.) gehören zur Grundausstattung sowie geeignete Malfarben und Pinsel. Was genau und in welcher Qualität Sie anschaffen sollen, teilt Ihnen zu Beginn des Schuljahres Ihre Gestaltungslehrkraft mit. Darüber hinaus bekommen Sie auch immer wieder in Unterricht und Praktikum Materialien (z.B. spezielle Papiere, Modellierton, Stoffe etc.) gestellt. Dafür wird zu Beginn des Schuljahres Materialgeld in Höhe von 10,00 € eingesammelt.
Was bereits für die Aufnahmeprüfung gesagt wurde, gilt in ähnlicher Weise auch für die Profilfächer der Ausbildungsrichtung Gestaltung. Über gewisse Grundfertigkeiten im Zeichnen und Malen sollten Sie zu Beginn des Unterrichts der 11.Klasse bereits verfügen. Davon ausgehend bekommen Sie dann durch das relativ hohe Stundenmaß an Gestaltungsfächern sehr viele Gelegenheiten Ihre gestalterischen Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Ergänzend können Sie im innerschulischen oder außerschulischen Praktikum neue Gestaltungsbereiche kennenlernen und auch hier sowohl Ihre gestaltungstechnischen wie kreativen Potentiale erweitern. Wichtiger als technische Perfektion sind letztendlich Neugier und Offenheit im Hinblick auf unterschiedliche gestalterische Bereiche und neue Herausforderungen sowie Eigeninitiative, gute Ideen und Teamfähigkeit.
Nach dem erfolgreichen Ablegen der Abschlussprüfung der 12. Jahrgangsstufe und dem Erwerb des Fachabiturs können Sie im Prinzip an jeder Hochschule für angewandte Wissenschaften (früher in der Regel Fachhochschule genannt) studieren. Einige Studiengänge unterliegen aber Zugangsbeschränkungen und die meisten Studiengänge im gestalterischen Bereich (Kommunikationsdesign, Mediendesign, Architektur, Design o.ä.) testen die Eignung mit einem eigenen Bewerbungsverfahren (meist Mappenbewerbung und/oder Aufnahmeprüfung sowie Bewerbungsgespräch). Die Aufnahme in eine freie Klasse einer staatlichen Kunstakademie kann bei Nachweis einer besonderen Begabung erfolgen. Für ein Lehramtsstudium Kunst ist das Fachabitur nicht ausreichend.
Nach dem erfolgreichen Bestehen der 13. Klasse an der FOS-Gestaltung haben Sie entweder die fachgebundene oder die allgemeine Hochschulreife erworben. Das allgemeine Abitur erhalten Sie bei einem ausreichenden Nachweis der notwendigen Kenntnisse in einer zweiten Fremdsprache.
Die fachgebundene Hochschulreife berechtigt Sie zum Zugang für bestimmte Studiengänge an Hochschulen und Universitäten, mit künstlerischer, gestalterischer, medialer, kunstpädagogischer oder kunstwissenschaftlicher Ausrichtung.
Genauere Informationen zu Studiermöglichkeiten mit der fachgebundenen Hochschulreife erhalten Sie unter folgendem Link:
http//www.km.bayern.de/eltern/abschluesse/hochschulreife/fachgebundene-hochschulreife.html
Mit der nach dem Besuch der 13. Klasse der FOS-Gestaltung erreichten allgemeinen Hochschulreife (unter der Voraussetzung, dass Sie die notwendigen Kenntnisse in einer zweiten Fremdsprache nachweisen), stehen Ihnen grundsätzlich alle Studiengänge an Universitäten und Hochschulen zur Auswahl. Allerdings mit der Einschränkung, dass für bestimmte Studiengänge Zulassungsbegrenzungen bestehen und/oder zunächst spezielle Aufnahmeverfahren zu absolvieren sind.
Die praktischen Arbeiten der Aufnahmeprüfung zeigen uns, ob eine erfolgreiche Mitarbeit in den Gestaltungsfächern der Ausbildungsrichtung Gestaltung voraussehbar ist. Dabei erwarten wir keine künstlerisch und technisch vollkommenen Werke, sondern wollen erkennen:
- ob Sie sich auf eine gestalterische Aufgabenstellung einlassen können,
- ob Sie über gewisse zeichnerische Grundlagen verfügen,
- ob Sie die nötige Konzentrationsfähigkeit und Ausdauer haben,
- ob Sie eigenständig in der Lage sind Bildvorstellungen zu entwickeln.
Den Termin der Aufnahmeprüfung entnehmen Sie bitte der Terminliste ( hier: interner Link). Die Aufnahmeprüfung beginnt um 8 Uhr, d.h. Sie sollten spätestens um 7:40 Uhr im Schulhaus der Lothar-von-Faber-Schule sein.
Nein – die Kenntnisse werden an den Schulcomputern vermittelt. (Bewertete) Projekte können an den Schulrechnern realisiert werden. Für die 11. Klasse steht ein Klassensatz von Systemkameras zur Verfügung.
Eine darüber hinausgehende Beschäftigung mit digitalen Werkzeugen ist natürlich im Hinblick auf weiterführende berufliche Ausbildungen im Bereich IT oder Mediengestaltung von Vorteil. Eine Kaufempfehlung bestimmter Marken oder Geräteausführungen kann eine öffentliche Schule nicht geben.
Nein, die Vorlage einer Mappe ist kein Teil des Bewerbungsverfahrens an der FOS Gestaltung. Der Nachweis der Eignung für den Gestaltungszweig der FOS erfolgt ausschließlich über die Aufnahmeprüfung.
Die Lothar-von-Faber-Schule ist mit vier Computerräumen ausgestattet. In allen Räumen laufen die professionellen Gestaltungs-Programme von Adobe (allerdings ist es vom Sachaufwandsträger nicht zu leisten, immer die neuesten Versionen der Programme zu beschaffen). Hauptsächlich werden Kenntnisse der Programme „Photoshop“, „Indesign“ und „Illustrator“ unterrichtet, um auf dieser Grundlage Unterrichtsprojekte realisieren zu können. Ein Vorwissen im Umgang mit diesen Programmen ist nicht nötig, gewisse Vorkenntnisse dieser oder anderer digitaler Werkzeuge ist aber durchaus hilfreich.
Die Lothar-von-Faber-Schule wird sukzessive mit weiteren digitalen Arbeitsgeräten und entsprechender Software ausgestattet. Die Schulung und Anwendung von 3D-Programme ist aber derzeit kein Teil des Ausbildungsangebots.
Zur Informationsveranstaltung der Ausbildungsrichtung Gestaltung werden einige (anonymisierte) Beispiele früherer Aufnahmeprüfungsarbeiten gezeigt. Das umfasst sowohl Prüfungsarbeiten, mit denen die Aufnahme bestanden wurde als auch solche, die den Anforderungen nicht genügten. Das Betrachten dieser Arbeiten kann Ihnen gewisse Anhaltspunkte dafür geben, was als gelungener oder weniger gelungene Arbeit einer Aufnahmeprüfung gelten kann. Dies dient Ihnen zur Orientierung und zur eigenen Einschätzung. Sie dürfen sich davon aber kein einfaches Schema im Sinne von „falsch und richtig“ erwarten, welches Sie sich zu eigen machen könnten. Es gibt verschiedene gestalterische Zugangsweisen und wichtig ist, dass Sie selbst bereits durch eine kontinuierliche Beschäftigung mit Zeichnen oder Malen ein gewisses Bewusstsein entwickelt haben, was eine gute Zeichnung oder Bildwirkung ausmacht.
Bei der Aufnahmeprüfung sollen Sie zeigen, dass Sie eine gestalterische Aufgabe erfassen und sich auf diese einlassen können. Dabei sollen Sie natürlich auch Ihre individuellen gestalterischen Fertigkeiten und bildhaften Vorstellungen anschaulich machen. Zu stark vorgeformte oder klischeehafte und immer wieder imitierte Bildsprachen (z.B. von Comics, von Computerspielen oder von Animationsfilmen) sollten von daher nicht den Schwerpunkt Ihrer Bildgestaltungen bilden, da dies eher ein Hinweis auf zu wenig Eigenständigkeit ist.
Die Ausbildungsrichtung Gestaltung der Lothar-von-Faber-Schule bietet ein breites Angebot an innerschulischen Werkstätten und außerschulischen Praktikumsstellen.
(nähere Details des Ausbildungsverlaufs und des Ausbildungsangebots können noch ausgeführt werden, evtl. wird der Praktikumsbereich aber eigens vom zuständigen Fachbeauftragten erläutert)
Antworten zu den Fragen des Ausbildungsverlaufs und der Anforderungen, die für alle Zweige der Ausbildung an der Fachoberschule gleich gelten (genereller Praktikumsverlauf, Bestehen der Probezeit, Wochenstundenzahl, mögliche Abschlüsse, allgemeine Fächer, Fremdsprachenerwerb etc.) erhalten Sie im Info-Film über unsere Schule und das Wesen der Fachoberschule. (Achtung: Sie verlassen die Schulhomepage!)
Wenn Sie folgende Selbstbefragung zum größten Teil positiv beantworten können, ist dies ein wesentlicher Indikator, dass die FOS-Gestaltung eine geeignete Ausbildungsrichtung für Sie ist, um auf diesem Weg das Fachabitur oder darüber hinaus das allgemeine Abitur zu erreichen.
Habe ich Interesse und Freude am Zeichnen, Malen und Gestalten?
War „Kunst“ (an der Realschule, am Gymnasium o.ä.) bisher eines meiner bevorzugten Fächer und habe ich im Kunstunterricht meist gute bis sehr gute Noten erzielt?
Denke ich daran später mal einen gestalterischen Beruf auszuüben?
Habe ich Interesse an Kunst, Kultur, Mediengestaltung oder Design und besuche ich gelegentlich Ausstellungen?
Filmgestaltung, bzw. digitale Gestaltung ist ein wichtiger Teil der heutigen Medienproduktion, aber sowohl die FOS–Abschlussprüfungen, als auch die meisten Unterrichtsprojekte und Prüfungen, die auf die Abschlussprüfungen hinarbeiten, beziehen sich auf die klassischen gestalterischen Techniken: Zeichnen, Malen, o.Ä. Auch in der filmischen Medienproduktion gibt es Bereiche, bei denen die Fähigkeit zu skizzieren eine Rolle spielt, wie z.B. das Zeichnen von Storyboard oder das Entwerfen von Szenerien. Die klassischen gestalterischen Techniken spielen also weiterhin eine gewisse Rolle, zumal auch in der filmischen/digitalen Produktion mit den Regeln der Bildgestaltung gearbeitet wird, räumliches Vorstellungsvermögen benötigt wird, etc. Die Ausbildung an der FOS-Gestaltung, kann also durchaus eine Grundlage für eine berufliche Perspektive im Bereich Film/digitale Gestaltung sein, eine gewisse zeichnerische/malerische Fertigkeit, bzw. die Bereitschaft auch mit den klassischen Techniken zu arbeiten ist aber eine wesentliche Voraussetzung, um an der FOS-Gestaltung Erfolg zu haben.
fpA-Angebot in der Ausbildungsrichtung Gestaltung
Organisation
Etwa die Hälfte des Schuljahres in der 11. Jahrgangsstufe verbringen die Schülerinnen und Schüler in Betrieben und Einrichtungen in der gewählten Ausbildungsrichtung. An unserer Schule wird das Schuljahr in acht, etwa gleich lange Blöcke von ca. vier bis fünf Wochen Dauer geteilt, d.h. es gibt vier Unterrichtsblöcke und ebenso viele Praxisblöcke, die sich zeitlich abwechseln.
Die Fachpraktische Ausbildung gliedert sind daher in folgende drei Bereiche:
Fachpraktische Tätigkeit (fpT)
Damit ist die Tätigkeit in den Betrieben und Einrichtungen gemeint. Jeder Schüler/jede Schülerin durchläuft während des Schuljahres zwei unterschiedliche Praktika, wobei der Wechsel der Praktikumsstelle zum zweiten Schulhalbjahr erfolgt. Insgesamt verbringen damit unsere Schülerinnen und Schüler ca. 9 - 10 Wochen pro Halbjahr an derselben Ausbildungsstätte. Die tägliche Arbeitszeit beträgt ca. 7,5 - 8 Stunden. Allerdings gelten für die SchülerInnen die normalen Schulferien und der schulfreie Buß- und Bettag.
Die vier Praktikumsblöcke in der Fachrichtung Gestaltung sind in zwei Blöcke außerschulisches und zwei Blöcke innerschulisches Praktikum aufgeteilt. Für das außerschulische Praktikum steht für jede Klasse ein Stellenpool mit verschiedenen Werkstätten und Ateliers zur Verfügung. Diese werden innerhalb der Klasse in Absprache mit der Betreuungslehrkraft und unter Berücksichtigung von Interessen und Neigungen verteilt. Im innerschulischen Praktikum durchlaufen die Schülerinnen und Schüler nach einem festen Plan die unterschiedlichen Werkstätten in unserem Schulgebäude.
Die möglichen Einsatzorte im außerschulischen Praktikum umfassen Fotostudios, Ateliers für Siebdruck und Malerei, Werkstätten für Schmuck-, Bekleidungs- und Taschendesign, Töpfereien, Grafikagenturen, Textildruckereien u.a. Je nach Stelle werden entsprechende künstlerische Produkte erstellt und Grundtechniken, der gesamte Herstellungsprozess und das Endprodukt in Form einer Mappe dokumentiert, die dann von der betreuenden Lehrkraft bewertet wird. Im innerschulischen Praktikum bietet die vielfältige Ausstattung der Lothar-von-Faber-Schule umfassende Möglichkeiten. Die Schülerinnen und Schüler erwerben z.B. Kenntnisse und Fertigkeiten im textilen Gestalten, in der Fotografie, in der Lithographie bzw. anderen Drucktechniken, in Kaligraphie, in der Malerei, im computergestützten Grafikdesign sowie im Bereich des Films. Auch hier werden die Tätigkeiten in Form einer Mappe dokumentiert und präsentiert.
Arbeitsergebnisse aus den Werkstätten finden Sie unter "Besonderes - Bildergalerie".
An einem Nachmittag pro Woche sind die Schülerinnen und Schüler in der Lothar-von-Faber-Schule für einen Anleitungs- und Vertiefungsnachmittag.
Fachpraktische Anleitung (fpAn)
Die Fachpraktische Anleitung dient der Vorbereitung, Begleitung und Aufarbeitung sowie der Reflexion der Erfahrungen bzw. Tätigkeiten im Praktikum. Die Praktikumserfahrungen der Schülerinnen und Schüler können u. a. durch Exkursionen, Informationsveranstaltungen, Unterrichtsgänge, Hospitationen, Expertenbefragungen und die Einladung von Praxisvertretern ergänzt werden. Die Fachpraktische Anleitung wird in der Regel von der Betreuungslehrkraft durchgeführt, die in einem zentralen Profilfach unterrichtet, um eine möglichst enge Verzahnung von Praktikumserfahrungen mit den Kompetenzerwartungen und Inhalten der Ausbildungsrichtung zu gewährleisten.
Fachpraktische Vertiefung (fpV)
Die Fachpraktische Vertiefung dient dem Erwerb von ergänzenden praxisrelevanten Kompetenzen. Dabei sollen die Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler aus der fachpraktischen Tätigkeit in den Unterricht eingebunden werden.