Profil
Mit dieser Ausbildungsrichtung stehen Ihnen verschiedene Wege offen, wenn Sie Führungspositionen in der Wirtschaft oder Verwaltung anstreben.
Der Zuspruch, den diese Fachrichtung genießt, liegt sicher auch an den guten Berufschancen, die späteren Absolventen aus wirtschaftswissenschaftlich geprägten Studiengängen der Fachhochschulen und Universitäten geboten werden.
Basis ist ein solides Grundwissen im wirtschaftlichen, kaufmännischen und rechtlichen Berufsfeld.
Neben den theoretischen Inhalten erwerben Sie an der Lothar-von-Faber-Schule praktische Erfahrungen, die durch Praktika oder Projekte mit lokalen Unternehmen gewonnen werden können.
Frühzeitig Erfahrungen im späteren Arbeitsumfeld zu sammeln kann bei weiteren Entscheidungen über den Traumberuf oder der Fortsetzung der Ausbildung mit einem Studium helfen.
Wirtschaft und Verwaltung: Aktionen
Zulassungsvoraussetzungen für Ihre Ausbildungsrichtung
Allgemeine Eignungsvoraussetzungen für den Bildungsgang der FOS in der 11. Klasse:
- Mittlerer Schulabschluss mit einem Notendurchschnitt von 3,5
in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik* oder - Erlaubnis zum Vorrücken in die 11. Klasse des Gymnasiums oder
- erfolgreicher Besuch der Vorklasse
*) Falls in einem dieser Fächer keine Note vorliegt, muss eine Eignungsprüfung in allen drei Fächern abgelegt werden.
Rechtliche Grundlagen
Weitere Informationen zu Anmeldung und Angeboten an der FOS
Probezeit
Die endgültige Aufnahme ist abhängig vom Bestehen der Probezeit. Die Probezeit dauert in der Jahrgangsstufe 11 der Fachoberschule bis zum Ende des ersten Schulhalbjahres. In allen übrigen Fällen dauert die Probezeit bis zum 15. Dezember.
Aufnahme in die 13. Jahrgangsstufe
Gemäß § 5 Abs. 4 FOBOSO kann in die Jahrgangsstufe 13 der Fachoberschule aufgenommen werden, wer im Zeugnis der Fachhochschulreife eine Durchschnittsnote von mindestens 3,0 (gilt ab dem Schuljahr 2016/17) nachweisen kann.
Perspektiven nach dem Abschluss
12. Jahrgangsstufe (Fachhochschulreife):
Berechtigung zum Studium an allen Fachhochschulen Deutschlands, soweit der Studiengang keiner Zulassungsbeschränkung unterliegt Im Bereich der Wirtschaftswissenschaften werden u.a. folgende Studiengänge angeboten:
- Betriebswirtschaft
- International Business and Technology
- Wirtschaftsinformatik
- Management in der Ökobranche
Für weitere Studiengänge und Informationen:
Studium | Nach der Schule | Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus
13. Jahrgangsstufe (Fachgebundene Hochschulreife):
Möglichkeiten zum Studium an allen Universitäten mit dem Schwerpunkt Wirtschaft.
Mögliche Studiengänge (Auswahl):
- (internationale) Betriebswirtschaft
- (internationale) Volkswirtschaft
- International Business
- (Angewandte) Informatik
- Gesundheitsökonomie
- Lehramt Grundschulen
- Lehramt an Hauptschulen / Mittelschulen
- Lehramt an Realschulen und Gymnasien mit best. Fächerverbindung
- Sportökonomie
- Rechtswissenschaft
- Wirtschaftsingenieurwesen
- Wirtschaftspädagogik
- Wirtschaftsrecht
13. Jahrgangsstufe (Allgemein Hochschulreife):
Bei Nachweis einer zweiten Fremdsprache* erhalten Sie nach Abschluss der 13.Jahrgangsstufe das allgemeine Abitur, mit dem Sie an Universitäten studieren können.
* Die zweite Fremdsprache können Sie an der Lothar-von-Faber Schule erwerben.
Ab der 12. Jahrgangsstufe bieten wir gegenwärtig die Fächer Französisch, Italienisch, Latein, Spanisch als Wahlpflichtfach an.
Unterricht
In der Ausbildungsrichtung Wirtschaft und Verwaltung legen wir einen Schwerpunkt auf wirtschaftliche Themen und Zusammenhänge.
Mit dem Profilfach Betriebswirtschaftslehre mit Rechnungswesen sollen den Schülerinnen und Schülern Analyseinstrumente vermittelt werden, um wichtige Entscheidungen für ein Unternehmen unter Berücksichtigung verschiedenster Perspektiven zu treffen.
Durch die fachpraktische Ausbildung erhalten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in die Praxis. So können wir an der FOS sehr praxisorientiert arbeiten.
Merkhilfen und weitere Downloads finden Sie zentral hier Downloads
Folgende Lerngebiete werden u.a. thematisiert:
- Materialwirtschaft
- Personalwirtschaft
- Kostenrechnung
- Marketing
- Finanzwirtschaft
- Rechnungswesen
Weitere Informationen zur Ausbildungsrichtung finden Sie auf den Internetangebot Berufliche Oberschule Bayern.
FAQ
Durch den Stundenplan ist Nachmittagsunterricht nötig, v. a. aber in der 12. Klasse wird vermehrt Nachmittagsunterricht stattfinden.
Hausaufgaben gehören als Übung und Vertiefung dazu. Auch während der Praktikumsphasen erhalten die Schüler*innen ausgewählte zusätzliche Übungsstunden.
Die Kontaktdaten werden von der Schule gestellt, danach muss eine Bewerbung (Anschreiben, Lebenslauf, Zeugniskopie) an das Unternehmen geschrieben werden und der Schüler / die Schülerin durchläuft einen normalen Bewerbungsprozess.
Die Schule verfügt über geeignete Praktikumsstellen, bei denen das Praktikum absolviert werden kann.
Ein selbstgewähltes Unternehmen kann nur in Absprache mit der Betreuungslehrkraft der fachpraktischen Ausbildung gewählt werden.
Nein, in der 11. Klasse der FOS muss die fachpraktische Ausbildung über die Schule absolviert werden.
Einige FHs erkennen das Praktikum an, wenn dieses innerhalb der vergangenen 2 Jahre abgeleistet wurde. Ebenso kann dieses bei Bewerbungen für Ausbildungsstellen oder zum Dualem Studium vorgelegt werden.
Ja, da beide jeweils andere Schwerpunkte haben.
Der Unterricht umfasst die allgemeinen Fächer (z.B. Englisch, Deutsch, Mathe sind in allen Ausbildungsrichtungen gleich) und bezogen auf Wirtschaft die Fächer BWR, VWL, Rechtslehre (nur 11), Informatik (ab 12).
Sie ermöglicht den Erwerb der allgemeinen Hochschulreife (mit einer zweiten Fremdsprache) und damit ein Studium in allen Studiengängen an Universitäten.
Zudem erhält man mehr Zeit für Bewerbungen für duale Studiengänge. Zu Beginn der 12. Klasse ist das oft zu stressig und da denkt man noch nicht daran.
Schüler*innen mit Vorkenntnissen (z.B. von der Realschule) haben zwar in bestimmten Lerngebieten Vorteile, doch die Inhalte an der FOS setzen i.d.R. andere Schwerpunkte. Da alle Themengebiete so unterrichtet werden, dass keine Vorkenntnisse nötig sind, können auch Schüler*innen ohne Vorkenntnisse problemlos am Unterricht teilnehmen. Eine kontinuierliche und konzentrierte Vor- und Nachbereitung des Unterrichts empfiehlt sich für alle Schüler*innen.
Nein, in der 12. Klasse wird die zweite Fremdsprache als Wahlpflichtfach angeboten (Franz., Span, Ital., Lat.).
Nein, für die allgemeine Hochschulreife ist immer ein Nachweis über die notwendigen Kenntnisse in einer zweiten Fremdsprache nötig. Man kann aber jederzeit ohne zweite Fremdsprache die 13. Klasse besuchen – fachgebundene Hochschulreife –, da viele Studiengänge auch mit fachgebundener Hochschulreife möglich sind.
Nein, man muss mitlernen und am Ball bleiben, das ist viel Stoff, aber wenn man fleißig ist, ist es kein Problem.
Eine kontinuierliche und konzentrierte Vor- und Nachbereitung des Unterrichts empfiehlt sich, da Teilbereiche aufeinander aufbauen können.
Es müssen Stellen mit kaufmännischem/wirtschaftlichem Bezug sein. Nach einem halben Jahr wird die Stelle gewechselt, sodass man idealerweise in verschiedene Bereiche Einblick bekommt.
Ja, die Schule hat Kooperationen mit Unternehmen in Tschechien.
Das ist im Rahmen der allgemeinen Nutzungsregeln erlaubt.
Eine genaue Zeitangabe ist nicht möglich. Wichtig ist aber ein kontinuierliches Mitlernen. D.h. man muss immer am Ball bleiben.
Ja, alle Schüler*innen erhalten Microsoft Office 365 während ihres Schulbesuches kostenlos für bis zu max. 15 Endgeräte von der Schule. Hierin ist auch ein One-drive-Speicher von 3 GB enthalten.
Für Schüler*innen besteht die Möglichkeit für die Dauer des Schulbesuchs sich ein ipad auszuleihen.
fpA-Angebot in der Ausbildungsrichtung Wirtschaft und Verwaltung
Organisation
Etwa die Hälfte des Schuljahres in der 11. Jahrgangsstufe verbringen die Schülerinnen und Schüler in Betrieben und Einrichtungen in der gewählten Ausbildungsrichtung. An unserer Schule wird das Schuljahr in Blöcke von ca. zwei bis drei Wochen Dauer geteilt, d.h. es gibt acht Unterrichtsblöcke und ebenso viele Praxisblöcke, die sich zeitlich abwechseln.Etwa die Hälfte des Schuljahres in der 11. Jahrgangsstufe verbringen die Schülerinnen und Schüler in Betrieben und Einrichtungen in der gewählten Ausbildungsrichtung. An unserer Schule wird das Schuljahr in Blöcke von ca. zwei bis drei Wochen Dauer geteilt, d.h. es gibt acht Unterrichtsblöcke und ebenso viele Praxisblöcke, die sich zeitlich abwechseln.
Die Fachpraktische Ausbildung gliedert sind daher in folgende drei Bereiche:
Fachpraktische Tätigkeit (fpT)
Damit ist die Tätigkeit in den Betrieben und Einrichtungen gemeint. Für jede Klasse steht ein Stellenpool mit unterschiedlichen Praktikumsstellen zur Verfügung. Die SchülerInnen wählen in Absprache mit der Betreuungslehrkraft und ihren MitschülerInnen. Jede Schülerin / jeder Schüler durchläuft während des Schuljahres zwei unterschiedliche Praktika, wobei der Wechsel der Praktikumsstelle zum zweiten Schulhalbjahr erfolgt. Insgesamt verbringen damit unsere Schülerinnen und Schüler ca. 9 - 10 Wochen pro Halbjahr an derselben Ausbildungsstätte. Die tägliche Arbeitszeit beträgt ca. 7,5 - 8 Stunden. Es gelten für die SchülerInnen die normalen Schulferien und der schulfreie Buß- und Bettag.
Die möglichen Einsatzorte umfassen Industriebetriebe, Ämter, Verwaltungen, Rechtsanwalts- und Steuerkanzleien, Immobilienmakler, Werbeagenturen, Beratungsfirmen und viele andere mehr. Im Rahmen der fpT werden die Schüler vertraut mit den generellen Aufgaben ihrer Praktikumseinrichtung, der Stellung des Unternehmens in der Gesamtwirtschaft, der Marktposition, den internen Kommunikations- und Entscheidungswegen, der Leistungserstellung, des Vertriebs, des Marketings sowie anderer Bereiche der täglichen Arbeit. Sie übernehmen tägliche Routinetätigkeiten beginnend mit einfacheren grundlegenden Arbeiten. Bei zuverlässiger und verantwortungsbewusster Erledigung erweitert sich für die Schülerinnen und Schüler der Aufgabenbereich im Laufe der Praktikumszeit.
Über die geleisteten Praktika werden von den SchülerInnen Berichte erstellt, die die Tätigkeiten dokumentieren, aber auch weitergehende Fragestellungen behandeln.
An einem Nachmittag pro Woche sind die Schülerinnen und Schüler in der Lothar-von-Faber-Schule für einen Anleitungs- und Vertiefungsnachmittag.
Fachpraktische Anleitung (fpAn)
Die Fachpraktische Anleitung dient der Vorbereitung, Begleitung und Aufarbeitung sowie der Reflexion der Erfahrungen bzw. Tätigkeiten im Praktikum. Die Praktikumserfahrungen der Schülerinnen und Schüler können u. a. durch Exkursionen, Informationsveranstaltungen, Unterrichtsgänge, Hospitationen, Expertenbefragungen und die Einladung von Praxisvertretern ergänzt werden. Die Fachpraktische Anleitung wird in der Regel von der Betreuungslehrkraft durchgeführt, die in einem zentralen Profilfach unterrichtet, um eine möglichst enge Verzahnung von Praktikumserfahrungen mit den Kompetenzerwartungen und Inhalten der Ausbildungsrichtung zu gewährleisten.
Fachpraktische Vertiefung (fpV)
Die Fachpraktische Vertiefung beschäftigt sich mit der anwendungsorientierten Bearbeitung von betrieblichen Aufgaben z.B. mithilfe von Tabellenkalkulationsprogrammen. Hierbei erfolgt eine enge Verzahnung zu dem Profilfach BWR, so dass die Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler aus der fachpraktischen Tätigkeit und des Unterricht verknüpft werden können.
Exkursionen
Noch mehr Einblicke erhalten unsere Schülerinnen und Schüler durch Exkursionen im Rahmen der fpAn
Beispiel 1: Das Forschungszentrum, dem das MP3 entstammt - Schüler besuchen das Fraunhofer Institut in Erlangen
Das Audiokompressionsverfahren MP3 – eine Erfindung, welche die Plattenindustrie völlig umwälzte und zugleich das digitale Zeitalter der Musik einleitete. Anfang der neunziger Jahre ahnte niemand, dass diese Entwicklung des Fraunhofer Instituts im Begriff ist, die Welt der physischen Musikträger für immer zu verändern. Die fachpraktische Ausbildung bot der Klasse 11Wb unter der Betreuung von Herrn Heilmann nun die Möglichkeit, das Forschungsinstitut IIS in Erlangen von erster Nähe zu betrachten. Begonnen hat die Führung mit einer Präsentation der Kernkompetenzen des Instituts, der sogenannten kognitiven Sensorik und den Audio- und Medientechnologien. Diese Technologien ergründen sich in der angewandten Forschung, die das Institut im Gegensatz zur Grundlagenforschung betreibt, was auch die Namensgebung nach Joseph von Fraunhofer, einst ein deutscher Optiker und Physiker, der für die präzise Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse für innovative Produkte bekannt war, zeigt. Mithilfe der künstlichen Intelligenz werden bei der kognitiven Sensorik Anwendungsfelder wie Mobilität, Kommunikation und Human Sensing – der Optimierung menschlicher Wahrnehmung – gezielt Dienstleistungen mit direktem wirtschaftlichem Wert entwickelt. Die Audio- und Medientechnologien befassen sich hingegen mit der Komprimierung von Übertragungsdateien, da die Größe dieser Transferkapazitäten von den Naturgesetzen eingeschränkt wird. Zudem beschäftigt sich dieses Feld mit der Erzeugung eines realistischen 3D-Klangerlebnisses über Lautsprecher oder Kopfhörer, dessen Manifestation uns in Form einer Kinovorstellung im Haus des Instituts vorgestellt wurde; mit einem innovativen Soundsystem, bestehend aus dem Zusammenspiel mehrerer hundert Lautsprecher, taucht man in eine immersive, vertiefte Klangwelt, die auch weniger technologieaffine Menschen maßlos begeistert.
Leon, Albin und Lenard aus der 11Wb
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Beispiel 2: Exkursion zu Faber-Castell in Stein
Das uns allen nicht nur durch den Namen bekannte Unternehmen Faber-Castell ist eines der ältesten Unternehmen in der Region und seit der Gründung 1761 im Familienbesitz. Was als kleines Handwerksunternehmen begannt, hat sich mittlerweile zu einem namhaften Hersteller von Schreibwaren auf dem globalen Markt etabliert. Faber-Castell ist heute in über 120 Ländern vertreten und verfügt über eigene Produktionsstätten in zehn Ländern weltweit und beschäftigt über 8.000 Mitarbeiter.
An seinem Stammsitz in Stein bietet das Traditionsunternehmen spannende Besichtigungsmöglichkeiten an. So besuchte die 11Wc im Rahmen der fachpraktischen Ausbildung die Fertigung der holzgefassten Stifte und konnte somit einen Einblick in die Fertigungsabläufe erhalten. Täglich werden hier in Stein über 500.000 dieser Stifte gefertigt. Die einzelnen Produktionsschritte wurden uns Schritt für Schritt sehr anschaulich erklärt und gezeigt. Anschließend konnten wir im Besucherzentrum und Shop noch einige Mitbringsel vergünstigt einkaufen und gemeinsame in der Faber-Castell Kantine zu Mittag essen.
Es war ein interessanter Ausflug, der uns gezeigt hat, was alles hinter der doch scheinbar recht einfachen Fertigung solcher Stift steckt.
Martina Funk