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Fachrichtung Sozialwesen

Kennenlerntag der 11. Klassen im Fachbereich Sozialwesen

Wir, die Fachschaft Sozialwesen, fühlen uns in besonderem Maße verpflichtet, die sozialen und methodischen Fähigkeiten unserer Schüler zu fördern und deshalb entstand vor einigen Jahren die Idee, für die Schüler der 11. Klassen im Fachbereiche Sozialwesen einen „Kennenlerntag“ zu Beginn des Schuljahres zu organisieren. Das basiert vor allem darauf, dass die Fachoberschule die Schüler vor besondere bzw. neue Herausforderungen stellt. So kommen die Schüler aus verschiedenen Zubringerschulen, kennen nur wenige oder gar keine ihrer neuen Mitschüler und müssen umfangreichere, neue und komplexere Unterrichtsinhalte selbständig und eigenverantwortlich bewältigen. Um dies gemeinsam zu meistern, ist der Zusammenhalt in der Klasse, aber auch zwischen Lehrern und Schülern sehr wichtig. Deshalb besteht unser gemeinsames Ziel darin, das Kennenlernen der Schüler untereinander auch außerhalb des Schulalltags zu erleichtern und ihre methodischen Kompetenzen für den Unterricht zu schulen.

Bei der Durchführung des Kennenlerntages haben die Klassen die Wahl zwischen verschiedenen Modulen und erlebnispädagogischen Spielen, z. B.:

  • Im Rahmen des ersten Moduls erstellen die Schüler in Kleingruppen sogenannte Wappen, in denen sie ihre Herkunft, bisherige interessante Erfahrungen, ihre gegenwärtige Situation und ihre Wünsche für die Zukunft bildlich gestalten und sich damit ihren Mitschülern persönlich vorstellen.

  • In einem weiteren Modul beschäftigen sich die Schüler mit den Erwartungen an die FOS und Probleme, die die neue Schule mit sich bringen könnte. Die Schüler wählen hier verschiedene Themen aus und diskutieren, wie sie selbst ihre Erwartungen erfüllen und Probleme vermeiden oder lösen könnten (z. B. „Ich befürchte… Stress mit Mathe, … Stress mit Englisch, … Stress mit der Pünktlichkeit“ oder „Von den Lehrern erwarte ich… ein gutes Verhältnis zur Klasse, …einen guten Unterricht,… einen konsequenten Stil“).

  • In einem anderen Modul lernen die Schüler neue Arbeitstechniken für den Unterricht kennen oder vertiefen bereits vorhandenes Wissen (z. B. „Wie gibt man Mitschülern oder Lehrern Feedback?“, „Was soll bei einem Rollenspiel beachtet werden?“ oder „Wie erstellt man informative und übersichtliche Plakate?“).

  • Bei den erlebnispädagogischen Spielen, müssen knifflige und lustige Aufgaben gelöst werden, die nur von allen gemeinsam bewältigt werden können. So soll zum Beispiel eine Plane gewendet werden, auf der alle Schüler einer Klasse stehen, ohne dass einer von ihnen den Boden berührt.

 

Die Erfahrung in den vergangenen Schuljahren hat gezeigt, dass bei den teilnehmenden Schülern schneller eine Klassengemeinschaft entstand, als in Klassen, in denen dies nicht angeboten werden konnte. Auch ein Großteil der Schüler stimmten am Ende des Tages darin überein, dass sie neue methodische und soziale Kompetenzen erworben haben, die ihnen den oft schweren Anfang an der neuen Schule erleichtern können und auch darin, dass ihnen der Kennenlerntag Spaß gemacht hat.

Julia Schrenk