Skip to main navigation Skip to main content Skip to page footer

Unsere IVKL-Klassen entdecken Nürnberg

Eine spannende und zugleich nachdenkliche Reise führte unsere beiden IVKL-Klassen für zwei Tage in Nürnbergs Vergangenheit

08. und 09.07.: Exkursion der IVKL: Lernen vor Ort – Geschichte zum Anfassen

Am Dienstagmorgen ging es los: Eine spannende und zugleich nachdenkliche Reise führte unsere beiden IVKL-Klassen für zwei Tage in Nürnbergs Vergangenheit. Im Mittelpunkt stand dabei das Thema „Nürnberg im Nationalsozialismus“, das von den Schülerinnen und Schülern eigenständig in Stationen aufbereitet und präsentiert wurde. Es wurde kein gewöhnlicher Ausflug – sondern ein lebendiger, eindrucksvoller Geschichtsunterricht außerhalb des Klassenzimmers.


Tag 1: Stadtführung durch die Innenstadt – Geschichte im Herzen Nürnbergs

Der erste Tag begann mit einer selbst gestalteten Stadtführung durch die Nürnberger Altstadt. Jede Gruppe hatte im Vorfeld ein Thema recherchiert und präsentierte es an einem passenden historischen Ort. So wurde deutlich, welche zentrale Rolle Nürnberg im Nationalsozialismus spielte – sei es als Stadt der Reichsparteitage, als Ort der Nürnberger Gesetze oder als Schauplatz der Verfolgung jüdischer Bürgerinnen und Bürger.

Neben dem historischen Lernen blieb auch Raum für persönliche Eindrücke: Die Schülerinnen und Schüler entdeckten viele schöne Ecken der Stadt. Ein Highlight abseits der Vorträge waren die zahlreichen Kneipen- und Restauranttipps der Lehrerinnen – und nicht zu vergessen: anschauliche und spannende Anekdoten aus deren eigenen Erfahrungen. Besonders in Erinnerung bleibt die Geschichte, wie Frau Sailer einst einen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden hatte.


Tag 2: Reichsparteitagsgelände – Ideologie, Architektur und Aufarbeitung

Am zweiten Tag ging es weiter zum Reichsparteitagsgelände, wo sich die Dimensionen des nationalsozialistischen Größenwahns besonders eindrücklich zeigen. Auch hier gestalteten die Schüler die Führung selbst.


Fazit: Geschichte, die bewegt

Auch wenn das Wetter durchwachsen war – inhaltlich überzeugte der Ausflug auf ganzer Linie. Die Schülerinnen und Schüler zeigten nicht nur ein hohes Maß an Engagement bei ihren Vorträgen, sondern schafften es auch, immer wieder Bezüge zur Gegenwart herzustellen. Deutlich wurde, wie wichtig das Wissen über die NS-Zeit gerade heute ist – als Mahnung und Warnung, um zu verstehen, wie Diktaturen entstehen und funktionieren. Die selbst gestaltete Stadtführung war somit nicht nur eine intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, sondern auch eine lehrreiche Erfahrung fürs Leben – anschaulich, eindrucksvoll und unvergesslich.

Sabine Hutzler