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Fachrichtung Wirtschaft und Verwaltung

Die fpA in der Ausbildungsrichtung Wirtschaft und Verwaltung

 

Ziele und Allgemeines

Die Fachpraktische Ausbildung (fpA) ist eine wichtiges Merkmal der Fachoberschule. Hier schnuppern unsere Schülerinnen und Schüler in die Arbeitswelt und sammeln wichtige Erfahrungen. Die Ziele die mit der Fachpraktischen Ausbildung einhergehen sind daher:

  • Eine intensive Verknüpfung zwischen Theorie und Praxis, indem sie einerseits berufsbezogene, praktische Kompetenzen als Grundlage für den Unterricht erwerben und andererseits Unterrichtsinhalte in der Praxis anwenden und reflektieren können.
  • Das Sammeln von Einblicken in verschiedene Tätigkeitsfelder als Orientierungshilfe für die spätere Berufsfindung sowie der Erfahrung über die eigenen Interessen und Fähigkeiten.
  • Die Begegnung mit der Arbeitswelt und den dort auftretenden Problemen und das Erlernen mit diesen Hindernissen umzugehen.

Somit leistet die fachpraktische Ausbildung einen wichtigen Beitrag zur Persönlichkeitsbildung, indem die Schülerinnen und Schüler grundlegende Kompetenzen in konkreten betrieblichen Handlungsfeldern erwerben. Sie stärken auch ihre überfachlichen Kompetenzen und verbessern dabei u. a. ihre Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit sowie ihre Fähigkeit zur Selbstorganisation. Die Steigerung der Verantwortungsbereitschaft ist ein weiteres wichtiges Ziel.

Organisiert und betreut wird die Fachpraktische Ausbildung von unseren Betreuungslehrkräften, die unsere Schülerinnen und Schüler von der Stellenverteilung, über die Begleitung in den Stellen bis hin zur Gesamtbeurteilung begleiten und betreuen.

Organisation

Etwa die Hälfte des Schuljahres in der 11. Jahrgangsstufe verbringen die Schülerinnen und Schüler in Betrieben und Einrichtungen in der gewählten Ausbildungsrichtung. An unserer Schule wird das Schuljahr in acht, etwa gleich lange Blöcke von ca. vier bis fünf Wochen Dauer geteilt, d.h. es gibt vier Unterrichtsblöcke und ebenso viele Praxisblöcke, die sich zeitlich abwechseln.

Die Fachpraktische Ausbildung gliedert sind daher in folgende drei Bereiche:

Fachpraktische Tätigkeit (fpT)

Damit ist die Tätigkeit in den Betrieben und Einrichtungen gemeint. Für jede Klasse steht ein Stellenpool mit unterschiedlichen Praktikumsstellen zur Verfügung. Die SchülerInnen wählen in Absprache mit der Betreuungslehrkraft und ihren MitschülerInnen. Jede Schülerin / jeder Schüler durchläuft während des Schuljahres zwei unterschiedliche Praktika, wobei der Wechsel der Praktikumsstelle zum zweiten Schulhalbjahr erfolgt. Insgesamt verbringen damit unsere Schülerinnen und Schüler ca. 9 - 10 Wochen pro Halbjahr an derselben Ausbildungsstätte. Die tägliche Arbeitszeit beträgt ca. 7,5 - 8,0 Stunden. Es gelten für die SchülerInnen die normalen Schulferien und der schulfreie Buß- und Bettag.

Die möglichen Einsatzorte umfassen Industriebetriebe, Ämter, Verwaltungen, Rechtsanwalts- und Steuerkanzleien, Immobilienmakler, Werbeagenturen, Beratungsfirmen und viele andere mehr. Im Rahmen der fpT werden die Schüler vertraut mit den generellen Aufgaben ihrer Praktikumseinrichtung, der Stellung des Unternehmens in der Gesamtwirtschaft, der Marktposition, den internen Kommunikations- und Entscheidungswegen, der Leistungserstellung, des Vertriebs, des Marketings sowie anderer Bereiche der täglichen Arbeit. Sie übernehmen tägliche Routinetätigkeiten beginnend mit einfacheren grundlegenden Arbeiten. Bei zuverlässiger und verantwortungsbewusster Erledigung erweitert sich für die Schülerinnen und Schüler der Aufgabenbereich im Laufe der Praktikumszeit.

Über die geleisteten Praktika werden von den SchülerInnen Berichte erstellt, die die Tätigkeiten dokumentieren, aber auch weitergehende Fragestellungen behandeln.

An einem Nachmittag pro Woche sind die Schülerinnen und Schüler in der Lothar-von-Faber-Schule für einen Anleitungs- und Vertiefungsnachmittag.

Fachpraktische Anleitung (fpAn)

Die fachpraktische Anleitung dient der Vorbereitung, Begleitung und Aufarbeitung sowie der Reflexion der Erfahrungen bzw. Tätigkeiten im Praktikum. Die Praktikumserfahrungen der Schülerinnen und Schüler können u. a. durch Exkursionen, Informationsveranstaltungen, Unterrichtsgänge, Hospitationen, Expertenbefragungen und die Einladung von Praxisvertretern ergänzt werden. Die fachpraktische Anleitung wird in der Regel von der Betreuungslehrkraft durchgeführt, die in einem zentralen Profilfach unterrichtet, um eine möglichst enge Verzahnung von Praktikumserfahrungen mit den Kompetenzerwartungen und Inhalten der Ausbildungsrichtung zu gewährleisten.

Fachpraktische Vertiefung (fpV)

Die fachpraktische Vertiefung beschäftigt sich mit der anwendungsorientierten Bearbeitung von betrieblichen Aufgaben z.B. mithilfe von Tabellenkalkulationsprogrammen. Hierbei erfolgt eine enge Verzahnung zu dem Profilfach BWR, so dass die Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler aus der fachpraktischen Tätigkeit und des Unterricht verknüpft werden können.

Bewertung

Alle drei Bereiche der fachpraktischen Ausbildung (fpT, fpAn und fpV) werden durch die Schule bewertet, wobei sich der Betreuungslehrer in der Bewertung der fpT zusätzlich auf einen Beurteilungsbogen der Praktikumsstellen stützt. Aus den Einzelergebnissen der drei Bereiche wird ein Halbjahresergebnis ermittelt. Beide Halbjahresergebnisse gehen in das Zeugnis der Fachhochschulreife ein.

 

Ansprechpartnerin: Frau Funk